Am Sonntag, 25. Oktober 2026, endet in Deutschland wieder die mitteleuropäische Sommerzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag springen die Uhren um 3 Uhr MESZ auf 2 Uhr MEZ zurück – die sogenannte Normalzeit gilt dann bis zum Frühjahr. Für Smartphones und viele Fahrzeuge ist das Routine; für Ihren Alltag am Steuer ändert sich vor allem eines: Ab dem Montag ist es auf dem Heimweg eine volle Stunde früher dunkel, obwohl die Arbeitszeiten gleich bleiben.
Der Zeitsprung in der Nacht – und was er nicht regelt
Die Umstellung folgt der EU-einheitlichen Regel: Sommerzeit endet am letzten Sonntag im Oktober, 2026 fällt dieser Termin auf den frühestmöglichen Kalendertag, den 25. Oktober. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) beschreibt den Wechsel als Rückstellung von MESZ auf MEZ; technische Anlagen von Bahnübergängen bis Kraftwerken orientieren sich an dieser gesetzlichen Zeit. Im Straßenverkehr gelten weiterhin dieselben Tempolimits und Vorfahrtsregeln – es gibt keine Sonderrechte oder Ausnahmen am Umstellungssontag. Wer nachts unterwegs ist, sollte wissen, dass die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr MEZ in dieser Nacht zweimal existiert; in der Praxis betrifft das vor allem Berufspendler mit Nachtschicht oder sehr frühen Anfahrten am Sonntagmorgen.
Warum der Feierabritt plötzlich wie im Winter wirkt
Tiere und Menschen richten sich am Tageslicht aus, nicht an der Arbeitsuhr. Wenn Sie bisher um 17:30 Uhr noch bei Tageslicht geparkt haben, stehen Sie ab dem 26. Oktober oft schon bei Dämmerung oder Dunkelheit auf dem Firmenparkplatz. Das verschiebt den Berufsverkehr spürbar in die Stunden mit schlechterer Sicht, mehr Gegenlicht und häufigerem Nebel in Tallagen. Der ADAC weist in solchen Phasen auf erhöhtes Wildwechselrisiko an Waldrändern hin – nicht weil sich die StVO ändert, sondern weil Dämmerungszeiten und Fahrzeitfenster enger zusammenrücken. Wer Landstraßen nach der Arbeit nutzt, fährt künftig eher im Halbdunkel; innerorts werden Fußgänger und Radfahrer ohne Beleuchtung schneller übersehen.
Lichtpflicht und Sicht – Check vor dem ersten Montag
Ab Dämmerung und bei Sichtweiten unter 50 Metern schreibt die Straßenverkehrs-Ordnung Abblendlicht vor; stehendes Licht ist an haltenden Fahrzeugen auf der Fahrbahn Pflicht. Gerade in der Umstellungswoche vergessen viele Fahrer das Einschalten, weil der Kopf noch an „hell um sechs“ denkt. Prüfen Sie deshalb vor dem 26. Oktober Abblend- und Fernlicht, Nebelscheinwerfer sofern vorhanden, sowie Rück- und Bremsleuchten – am besten gegen eine Wand oder mit kurzer Hilfe. Scheiben innen entfetten, Wischerblätter mit Rissen tauschen und Waschwasser auffüllen; schmutzige Scheinwerfer streuen Licht und täuschen größere Sicherheit vor, als tatsächlich vorhanden ist. Automatisches Fahrlicht hilft, ersetzt aber nicht die Kontrolle, ob alle Leuchtmittel funktionieren; eine vereiste oder beschlagene Frontscheibe kann die Lichtanalyse mancher Assistenzsysteme stören.
Uhren im Fahrzeug: Kombiinstrument, Navi, Dashcam
Neuwagen und viele Infotainment-Systeme stellen die Uhr per GPS oder Funk-DGPS automatisch um, sobald das Fahrzeug nach der Nacht zum 25. Oktober erstmals online geht. Ältere Modelle mit manueller Zeiteinstellung behalten bis zur Korrektur die Sommerzeit – dann stimmen Ankunftszeiten im Navi nicht mehr mit Terminen am Handy überein. Dashcams und eingebaute Logger hängen oft am internen Real-Time-Clock-Chip; nach manueller Korrektur sollten Sie Datum und Uhrzeit einmal im Menü prüfen, damit Unfallaufzeichnungen im Ernstfall belastbar bleiben. Parkuhren an der Straße und Maut- oder Parkhaus-Zeitfenster gelten nach offizieller MEZ; wer zu spät kommt, weil die Armaturenuhr noch eine Stunde vorausging, hat keinen formalen Ausweg.
Bahn, Nachtzug und Anschluss – wenn die Extra-Stunde im Fahrplan steckt
Bei durchgehenden Nachtzügen und manchen S-Bahn-Linien plant der Betreiber die zusätzliche Stunde zwischen 2 und 3 Uhr MEZ ein; Abfahrten in dieser Nacht können länger am Bahnsteig stehen oder verspätet erscheinen, obwohl die Uhr zurückspringt. Wer Sonntag früh mit dem Zug anreist und am Bahnhof ein Miet- oder Car-Sharing-Fahrzeug abholt, sollte Abholzeit und Schließzeiten des Anbieters gegen die MEZ abgleichen. Für reine Autofahrer relevant: Werkstätten und TÜV-Stationen öffnen am Umstellungssonntag ohnehin selten; wer den Lichtcheck nicht selbst macht, plant den Termin sinnvoller in der Woche davor.
Erste Pendlerwoche: Tempo, Abstand, Routenwahl
In der Woche nach dem 25. Oktober steigt die Unfallstatistik auf Landstraßen oft dort, wo Fahrer die neue Dämmerung unterschätzen. Reduzieren Sie auf unbekannten Strecken die Geschwindigkeit, halten Sie mehr Abstand zum Vordermann – Gegenlicht von tiefer stehender Sonne blendet stärker, sobald die Uhrzeit nach hinten rutschen lässt. Wer innerorts unterwegs ist, achtet auf Schulwege und verlangsamt an Zebrastreifen, die bei Regen und Straßenlaterne schwerer zu erkennen sind. Wer Termine für HU, Service oder Versicherungswechsel plant, kann in CarDiary Fälligkeitserinnerungen setzen, damit der vorgezogene Herbstabend nicht dazu führt, Fristen zu übersehen – den nächsten HU-Termin lässt sich zusätzlich mit dem HU-Fristen-Rechner von CarDiary grob gegen den Zulassungsmonat prüfen. Eine bewusste Routenwahl über beleuchtete Hauptstraßen statt dunkler Feldwege kostet oft nur wenige Minuten, verbessert aber die Übersicht in der kritischen Umstellungsphase spürbar.