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Škoda Peaq: Was das neue Elektro-SUV mit sieben Sitzen monatlich kostet

Mit dem Peaq setzt Škoda ein vollelektrisches Flaggschiff auf die Straße: 4,87 Meter lang, optional sieben Sitze, bis zu...

Mit dem Peaq setzt Škoda ein vollelektrisches Flaggschiff auf die Straße: 4,87 Meter lang, optional sieben Sitze, bis zu 935 Liter Kofferraum und WLTP-Reichweiten bis 642 Kilometer. Das SUV auf MEB+-Basis rollt seit Juni 2026 vom Band in Mladá Boleslav; erste Auslieferungen in Deutschland folgen laut Hersteller Anfang Oktober. Wer das größte Elektroauto der Marke plant, sollte neben dem Listenpreis die laufenden Kosten kennen – von der Wallbox bis zur Dienstwagenbesteuerung.

Modellpalette und Listenpreise

Škoda Deutschland bietet den Peaq in drei Antriebsstufen an. Der Peaq 60 nutzt einen 150-kW-Hinterradantrieb (204 PS) und eine 63-kWh-Batterie (59 kWh netto). Der Peaq 90 steigert die Leistung auf 210 kW (286 PS) und verbaut die 91-kWh-Großbatterie (86 kWh netto) – die kapazitätsstärkste Zelle, die Škoda bisher in einem Serienmodell einsetzt. Das Topmodell Peaq 90x kombiniert Allradantrieb mit 220 kW (299 PS) und derselben Großbatterie.

  • Peaq 60 Selection: ab 49.900 Euro, WLTP-Reichweite bis 389 km
  • Peaq 60 Sportline: ab 54.800 Euro
  • Peaq 90 Selection: ab 57.900 Euro, WLTP-Reichweite bis 642 km
  • Peaq 90x Selection: ab 60.400 Euro, Allrad, WLTP bis 609 km
  • Peaq 90 Sportline: ab 62.800 Euro
  • Peaq 90x Sportline: ab 65.300 Euro

Zum Vergleich: Der kleinere Enyaq startet bei 42.990 Euro – der Peaq kostet im Einstieg rund 6.000 Euro mehr, bietet dafür deutlich mehr Platz und optional eine dritte Sitzreihe. Konkurrenten wie Kia EV9, Hyundai IONIQ 9 oder Volvo EX90 liegen preislich höher. Škoda wirbt beim Škoda BEST-Day am 26. September bei teilnehmenden Händlern mit Leasing ab 429 Euro monatlich für den Peaq Selection 90 – bei 48 Monaten Laufzeit, 10.000 Kilometern pro Jahr und 5.790 Euro Sonderzahlung.

Stromkosten: Was 15.000 Kilometer im Jahr kosten

Der kombinierte WLTP-Stromverbrauch liegt je nach Variante zwischen 14,9 und 18,6 kWh pro 100 Kilometer. Für die Kostenrechnung nehmen wir den Peaq 90 Selection mit 15,1 kWh/100 km und 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung als Referenz – typisch für ein Familien-SUV im Pendler- und Urlaubsmix.

  • Nur Wallbox (0,32 Euro/kWh): rund 725 Euro pro Jahr, also etwa 60 Euro im Monat
  • 70 Prozent Zuhause, 30 Prozent öffentlich (0,48 Euro/kWh): rund 835 Euro pro Jahr
  • Nur Schnellladen unterwegs (0,55 Euro/kWh): rund 1.245 Euro pro Jahr

Bei DC-Schnellladung lädt der Peaq laut Hersteller in 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent; die 91-kWh-Variante unterstützt bis zu 199 kW Ladeleistung. Bidirektionales Laden (Vehicle-to-Home) ist erstmals bei Škoda serienmäßig verfügbar – wer eine kompatible Wallbox nutzt, kann Strom zeitversetzt ins Hausnetz einspeisen und so die effektiven Energiekosten senken.

Im August 2026 fuhr ein serienmäßiger Peaq 90 unter TÜV-SÜD-Aufsicht 936 Kilometer ohne Zwischenladung von Mladá Boleslav nach Zandvoort – bei durchschnittlich 9,2 kWh/100 km. Das ist kein Alltagswert, zeigt aber, wie effizient der Antrieb bei moderater Fahrweise arbeitet.

Kfz-Steuer, Versicherung und Wartung

Reine Elektrofahrzeuge sind nach § 3d KraftStG von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, wenn sie bis einschließlich 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden. Die Befreiung gilt zehn Jahre ab Erstzulassung, längstens bis 31. Dezember 2035 – für einen 2026 zugelassenen Peaq also bis 2035 ohne Kfz-Steuer. Details zur Laufzeit prüft der Kfz-Steuer-Rechner von CarDiary.

Elektroautos entfallen Ölwechsel, Zündkerzen und Auspuffanlage. Škoda empfiehlt Inspektionen nach Fahrleistung; realistisch liegen Werkstattkosten für einen großen E-SUV bei 150 bis 350 Euro pro Service, plus Verschleißteile wie Bremsbeläge und Reifen. Der Peaq wiegt je nach Ausstattung deutlich über zwei Tonnen – das erhöht den Reifenverschleiß gegenüber einem Kompaktwagen spürbar.

Bei der Vollkasko-Versicherung orientiert sich die Typklasse am Modellneuheit; für vergleichbare Elektro-SUVs liegen die Jahresprämien je nach Region, Schadenfreiheitsklasse und Fahreralter häufig zwischen 800 und 1.400 Euro. Ein individuelles Angebot vor der Bestellung lohnt sich.

Staatliche Förderung und steuerliche Vorteile

Privathaushalte können für Neuzulassungen ab 1. Januar 2026 die sozial gestaffelte E-Auto-Förderung des BAFA beantragen. Für reine Batterieelektrofahrzeuge wie den Peaq liegen die Zuschüsse je nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen und Kinderzahl zwischen 3.000 und 6.000 Euro. Voraussetzung ist ein Haushaltseinkommen von höchstens 80.000 Euro, zuzüglich 5.000 Euro pro Kind (maximal 90.000 Euro). Anträge sind über die Förderzentrale Deutschland möglich; die Mindesthaltedauer beträgt 36 Monate.

Als Dienstwagen profitiert der Peaq von der 0,25-Prozent-Regelung nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG, sofern der Bruttolistenpreis bei Erstzulassung höchstens 100.000 Euro beträgt – das trifft auf alle Peaq-Varianten zu. Beispiel Peaq 60 Selection (49.900 Euro Bruttolistenpreis): Der geldwerte Vorteil für die private Nutzung beträgt monatlich 0,25 Prozent von 49.900 Euro, also rund 125 Euro. Pendelt ein Mitarbeiter 20 Kilometer zur Arbeit, kommen etwa 75 Euro für den Arbeitsweg hinzu – insgesamt rund 200 Euro monatlicher zu versteuernder Vorteil statt über 600 Euro bei einem vergleichbaren Verbrenner-Dienstwagen. Den genauen Effekt zeigt der Firmenwagen-Rechner.

Für Unternehmen, die den Peaq ab Juli 2025 anschaffen, gilt zudem eine beschleunigte Abschreibung nach § 7 Abs. 2a EStG: 75 Prozent im ersten Jahr, danach abgestuft bis zum sechsten Jahr.

Monatliche Gesamtkosten im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die Betriebskosten für einen Peaq 90 Selection (57.900 Euro Listenpreis, 15.000 km/Jahr, gemischtes Laden) zusammen – ohne Leasingrate, Finanzierung oder Wertverlust:

  • Strom: ca. 70 Euro/Monat
  • Kfz-Steuer: 0 Euro (§ 3d KraftStG)
  • Vollkasko (Richtwert): ca. 80–120 Euro/Monat
  • Inspektion und Verschleiß (Rücklage): ca. 40–60 Euro/Monat
  • Summe Betriebskosten: ca. 190–250 Euro/Monat

Wer den Peaq leasen statt kaufen möchte, zahlt ab 429 Euro monatlich zzgl. Sonderzahlung – die effektive Monatsrate hängt stark von Anzahlung, Laufleistung und Restwert ab. Bei Kauf mit BAFA-Förderung (bis 6.000 Euro) und zehn Jahren steuerfreier Zulassung sinkt der Netto-Anschaffungspreis für berechtigte Haushalte auf unter 52.000 Euro beim Peaq 90 Selection.

Peaq, Enyaq und Epiq: Wo welches Škoda-E-Auto passt

Škoda hat mit Enyaq, Elroq, Epiq und Peaq vier vollelektrische Modelle im Programm. Der Enyaq deckt die Mittelklasse ab, der kompakte Epiq (Premiere September 2026) richtet sich an Einsteiger mit bis zu 440 km Reichweite. Der Peaq sitzt darüber als großes Familien-SUV – vergleichbar mit dem Verbrenner Kodiaq, nur elektrisch. Wer regelmäßig sechs oder sieben Personen transportiert oder Anhängelasten bis 2.000 kg zieht, findet im Peaq die passende Plattform; für Zweitwagen oder Stadtfahrten reicht der Enyaq oder Epiq oft aus und spart Anschaffungs- und Energiekosten.

HU, Software und Restwert

Die Hauptuntersuchung (HU) ist für Neuwagen erst nach drei Jahren fällig, danach alle zwei Jahre – unabhängig vom Antrieb. Termine lassen sich im HU-Fristen-Rechner von CarDiary im Blick behalten. Über-the-Air-Updates halten Infotainment und Assistenzsysteme aktuell; das 13,6-Zoll-Display, die Wärmepumpe und das optionale Panoramadach mit Dynamic Shade Control gehören zur Serienausstattung der Selection-Variante.

Der Restwert großer Elektro-SUVs hängt von Batteriezustand, Ladezyklen und Marktnachfrage ab. Škoda meldete über 10.000 Peaq-Vorbestellungen – das unterstützt die Gebrauchtwagenperspektive. Wer Ladehistorie, Service und tatsächlichen Verbrauch dokumentiert, hat beim späteren Verkauf bessere Argumente; genau dafür eignet sich CarDiary als digitales Fahrzeug- und Kostenlogbuch neben Tank- und Strombuchungen.

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